Liebe Leserinnen und Leser,

tauchen Sie nachfolgend in die 130-jährige Geschichte des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Drolshagen ab.

Es handelt sich hierbei um eine Zusammenfassung und Ergänzung aus der gemeinsamen Chronik der Löschzüge und des Musikzuges Drolshagen, welche in 2021 zum 125-jährigen Jubiläum publiziert wurde.

Sollten Sie Interesse an der ausführlichen Geschichte haben, sprechen Sie uns gerne an oder schreiben eine E-Mail an This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it., um die gesamte Chronik zu erwerben.

1880–1896 Die frühen musikalischen Anfänge

Auch wenn keine offiziellen Gründungsdokumente existieren, gilt als überliefert, dass bereits um 1880 im Raum Drolshagen musiziert wurde. Vor allem die Familien Wintersohl und Schmidt prägten diese frühe Phase, die zunächst im familiären Kreis musizierten. Als Amtmann Diekmann 1896 die Freiwillige Feuerwehr Drolshagen gründete, bestand bereits eine Musikkapelle. Der erste Dirigent der sogenannten „Wagner’s Kapelle“ war vermutlich Mathias Wintersohl, der gemeinsam mit seinem Sohn zu den prägenden Figuren der frühen Drolshagener Musik gehörte.

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Das Doppelhaus der Familien Schmidt und Wintersohl in Dirkingen in früherer Zeit.


1898–1919 Schmidt’sche Kapelle und Kick’sche Kapelle

Um 1900 übernahm Peter Josef Schmidt aus Dirkingen die Leitung der Kapelle. Unter seiner Führung trat die zehn Mann starke „Schmidt’sche Kapelle“ unter anderem 1900 beim Rüblinghauser Schützenfest und 1903 bei der Einweihung des Hützemerter Tunnels auf. Auch die musikalische Begleitung der Fronleichnamsprozessionen der St.-Clemens-Pfarrei wurde zur festen Tradition, welche bis heute anhält. Ab 1906 führte Konrad Kick die Kapelle, die nun den Namen „Kick’sche Kapelle“ trug. Er leitete sie bis 1919, bevor sein Sohn Josef Kick den Dirigentenstab übernahm und die Kapelle bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs prägte.

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Feuerwehrkapelle/Kick'sche Kapelle beim Schützenfest in Altenkleusheim. Stehend von links: Konrad Kick, Karl Lütticke, Paul Wintersohl, Heinrich Alterauge, Paulus Meinerzhagen, August Ochel, Josef Kühr. Davor von links: Josef Kick, Josef Hundt, Emil Bieker.

1899–1926 Frühe Verbindung zur Feuerwehr

Ein Protokoll des Schützenvereins Wegeringhausen vom 25. Juni 1899 belegt die enge Verbindung zwischen Kapelle und Feuerwehr. Darin heißt es, dass „für die Musik zur Ausübung der Festlichkeit die Drolshagener Feuerwehrkapelle im Preise von 60 Mark gewählt" wurde. „Jedoch hat die Musikkapelle für eigene Spesen zu sorgen, dagegen übernimmt der Verein ein Fäßchen Bier von 20-30 Liter der Musik gegenüber gratis". Im Jahr 1926 erfolgte schließlich die feste Anbindung an die Feuerwehr. Die Kapelle führte nun offiziell den Namen „Feuerwehrkapelle Drolshagen“ und erhielt neue Uniformen, da man früher lediglich einheitliche Mützen zum zivilen dunklen Anzug trug. Bereits 1912 war die Anschaffung von Signalhörnern, Flöten und einer Wirbeltrommel dokumentiert, was auf die Überlegung zur Gründung eines Spielmannszuges hinweist.

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Protokoll des Schützenvereins Wegeringhausen vom 25. Juni 1899.
1912 Festzug zum Turnerfest
Von links: Alois Reuber, Lorenz Stachelscheid, Edmund Kick, Birkelbach (Aushilfe Meggen), Paul Wintersohl, Paulus Meinerzhagen (sen.), Karl Stupperich, Konrad Kick, Paul Meinerzhagen, August Ochel (Lieberhausen), Josef Stahlhacke, Josef Kick, Alois Brüser. Vorne knieend: Heinrich Alterauge, Josef Hundt.
Umzug an Fronleichnam, um 1919.
Feuerwehrkapelle mit dem Kriegerverein am Marktplatz Ende der 20er Jahre.
Fahnenweihe Schützenverein Belmicke 1927.
Wehr und Musikzug zum 25-Jährigen des MGV Liedertafel 1931.
Wehr und Musikzug zum 25-Jährigen des MGV Liedertafel 1931.
Feuerwehrkapelle 1931 beim MGV Sängerfest. Vorne v. links.: Heinrich Alterauge, Robert Kühr (Olpe). Dahinter 1. Reihe: Josef Kick, Rudolf Vollmer, Heinrich Stamm, Heinrich Bechheim (Olpe), Alois Brüser, Paul Meinerzhagen., Franz Kamp, Karl Stupperich. 2.Reihe: Karl Kick, Karl Kamp, Rudolf Stupperich, Alfons Feldmann, Paulus Meinerzhagen, Edmund Kick.

1949–1968 Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg

Der Zweite Weltkrieg forderte sechs aktive Musiker und brachte die musikalischen Aktivitäten zum Erliegen. 1949 trafen sich die verbliebenen Musiker zur Neuformierung.

Fritz Simon übernahm den Dirigentenstab, während Heinrich Alterauge als 1. Vorsitzender die enge Zusammenarbeit mit der Feuerwehr betonte. Die Proben fanden zunächst im Gasthof „Zur Alten Quelle“ und in der Gaststätte Bock in Wegeringhausen statt. Notenmaterial und Instrumente waren teilweise verloren gegangen, doch der Fabrikant Hermann Willeke stiftete neue Noten und ermöglichte so den musikalischen Neustart. 1950 trat die Kapelle beim Fastnachtsball der Feuerwehr erstmals wieder öffentlich auf.

In den Jahren 1952–1953 übernahm erneut Josef Kick die Leitung und widmete sich intensiv der Nachwuchsarbeit. Ein bedeutender Meilenstein war die Einweihung des neuen Gerätehauses am 30. August 1953, das dem Musikzug erstmals einen eigenen Proberaum bot.

Franz Huckschlag, Organist der Drolshagener Kirche und Leiter des Kirchenchores, übernahm 1953 und 1954 vorübergehend die Leitung des Musikzuges. Anschließend führte der ehemalige Berufsmusiker Karl Knepper, der nach dem Krieg in Drolshagen eine neue Heimat gefunden hatte, den Taktstock. Die Musiker waren bei einer Vielzahl regionaler Veranstaltungen gefragt: Schützenfeste in Belmicke, Bleche und Wegeringhausen sowie das Drolshagener „Scheibenschützenfest“, Sportfeste in Hützemert und die Ernte- und Tierschauen des landwirtschaftlichen Lokalvereins boten immer wieder Auftrittsmöglichkeiten. Hinzu kamen die turnusmäßigen Feuerwehrtreffen im Kreis Olpe sowie die zahlreichen kirchlichen Anlässe und Prozessionen. Selbstverständlich gehörten auch die jährlichen Gedenkfeiern zum Volkstrauertag und das ehrende Geleit bei Feuerwehrkameraden zu den festen Aufgaben des Musikzuges.

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1952 wieder Schützenfestmusik in Belmicke, aber noch in Zivil.
Nach der Einweihung des neuen Feuerwehrhauses am 30. August 1953. Marsch zum Festzelt auf dem Buscheid.
Feuerwehrkapelle mit Josef Kick beim Kreis-Turn- und Sportfest auf dem Buscheid am 30. Mai 1954.
Feuerwehr-Löschzug, Musikzug und Vertreter der Stadt sind auf dem Kirchplatz angetreten.
Kreisfeuerwehrfest 1958 in Kirchveischede. Mit Dirigent Karl Knepper beim Festzug durch das Dorf.
Umzug zum 1. Seifenkistenrennen 1960.
Von links: Helmut Hupertz-Reuber, Josef Uellner, Peter Meinerzhagen, Martin Müller, Christoph Theile-Schürholz, Ludwig Stahl, Martin Ackerschott, Ludwig Clemens, Norbert Theile-Schürholz (verdeckt).

1968–1981 Die Ära Fritz Kubeil

Als Karl Knepper 1968 aus Altersgründen den Taktstock niederlegte, konnte der Musikzug Fritz Kubeil, einen ehemaligen Militärmusiker und weithin geschätzten Trompeter aus Olpe, als neuen Dirigenten gewinnen. Dank seines Engagements und seiner fachlichen Kompetenz steigerte sich das musikalische Niveau deutlich, und zahlreiche junge Musiker traten in die Fußstapfen der ausscheidenden Kameraden.

Ein besonderes Ereignis war das 75-jährige Stiftungsfest der Freiwilligen Feuerwehr Drolshagen am 22. und 23. Mai 1971, das zugleich als Kreisfeuerwehrfest begangen wurde. Den ersten Festtag schloss der Musikzug mit dem „Großen Zapfenstreich“ ab; das anschließende Höhenfeuerwerk hinterließ bei der Drolshagener Bevölkerung bleibenden Eindruck. Am 13. und 14. Mai 1972 folgte das 75-jährige Jubiläum des Musikzuges selbst: Zahlreiche befreundete Musikvereine und Spielmannszüge nahmen am großen Festzug teil und wirkten an beiden Tagen bei Freundschaftsspielen mit. Im Festzelt auf der „Breite Wiese“ begrüßte der 1. Vorsitzende Ludwig Stahl viele prominente Gäste, darunter den Mitbegründer Heinrich Alterauge (fast 90 Jahre) sowie Ehrendirigent Josef Kick.

In den folgenden Jahren intensivierte der Musikzug seine öffentliche Präsenz: Mehrjährige Engagements bei Schützenfesten in Bad Westernkotten, Kirchveischede und Sassmicke, regelmäßige Frühjahreskonzerte im Drolshagener Vereinshaus sowie zahlreiche Ständchen und Platzkonzerte fanden großen Zuspruch. Unvergessen bleibt auch die Mitwirkung an den Feierlichkeiten zum Stadtjubiläum „500 Jahre Drolshagen“ 1977: So stimmten beispielsweise sechs Blechbläser des Musikzuges am Abend des 1. Januar 1977 vom Papenberg aus die Bürger mit feierlichen Intraden auf das Jubiläum ein.

Ende 1981 gab Hauptmusikzugführer Fritz Kubeil im Alter von 64 Jahren nach fast vierzehnjähriger Tätigkeit den Taktstock ab; bei der Jahresdienstbesprechung der Feuerwehr wurde ihm in Würdigung seiner Verdienste der Titel Ehrendirigent verliehen. Kubeil hatte den Musikzug neu ausgerichtet, das Leistungsniveau gehoben und viele junge Musiker an die Blasmusik herangeführt. Sein Rückzug markierte den Beginn einer neuen Phase, in der es galt, die musikalische Arbeit zu stabilisieren und zugleich den Generationswechsel zu gestalten.

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1960: Festzug zum zweitägigen Waldfest der Feuerwehr oberhalb des Marktplatesz an Clemens Ecke; mit Marschmusik und 150 Luftballons zum Buscheid..
1972: Festkapelle in Bad Westernkotten. Hier beim Festzug am Montagnachmittag, nachdem der neue Schützenkönig ermittelt wurde. Posaunist Onkel Hermann Meinerzhagen (re.) aus Prüm/Eifel war als Aushilfe mit dabei.
Die aktiven Musiker im Jubiläumsjahr 1972.
Der Musikzug vor dem alten Feuerwehrhaus im Jubiläumsjahr 1972.
Erinnerungen an das 75-jährige Jubiläum 1972.
Erinnerungen an das 75-jährige Jubiläum 1972.
Erinnerungen an das 75-jährige Jubiläum 1972.
Erinnerungen an das 75-jährige Jubiläum 1972.
Auftritt als Trachtenkapelle 1973.
Auftritt als Trachtenkapelle 1973.
Der erste große Weiberfastnachtsumzug 1977 an der Ecke Lindenstraße Benolper Straße.
Bei der Eröffnungsfeier zur Festwoche anlässlich der 500-Jahr-Feier 1977 spielte der Musikzug Drolshagen. Nach getaner Arbeit geht der Abend in gemütlicher Runde weiter. Auf dem Foto v.l.: Tonis Kamp, Ludwig Stahl, Franz Schürmann, Fritz Kubeil, Josef Prinz, Walter Meinerzhagen, Reinhold Daum, Franz-Günter Stachelscheid.
Festfolge 500 Jahre Stadt Drolshagen.
Beim Frühjahrskonzert 1975 im St.Clemenshaus unter der Leitung von Fritz Kubeil.
Vorsitzender Walter Meinerzhagen überreicht die Ehrenurkunde an den scheidenden Dirigenten Fritz Kubeil.

1982–1994 Professionalisierung unter Alfons Zocha

Als Nachfolger gewann der Vorstand unter Vorsitz von Walter Meinerzhagen den Berufsmusiker Alfons Zocha aus Siegen (damals Trompeter im „Siegerland-Orchester“ Hilchenbach). Zocha setzte sofort auf intensive Probenarbeit: Nach nur einem Vierteljahr intensiver Vorbereitung gab der Musikzug im April 1982 sein erstes Konzert unter neuer Leitung; der Erfolg ermöglichte bereits im Herbst ein weiteres Konzert mit einem komplett neuen Programm. Die künstlerische Neuausrichtung zeigte sich in gesteigerter Qualität der Auftritte und einem erweiterten Repertoire.

Mittlerweile trauten sich auch Mädchen an die Blasmusik heran, die ja bisher nur von Männern dominiert war. Nach anfänglichen Diskussionen wurde die Mitwirkung der jungen Damen aber zur Normalität.

Parallel zur musikalischen Entwicklung wuchs die Zahl der öffentlichen Verpflichtungen. Die Mitwirkung bei Festzügen und Schützenfesten – unter anderem die Übernahme der Festmusik beim Drolshagener Schützenfest – brachte nicht nur Anerkennung, sondern auch Einnahmen, die vorrangig in dringend benötigte Instrumente für den Nachwuchs investiert wurden.Zugleich führte der Zuwachs an aktiven Musikern dazu, dass der bisherige Schulungsraum im Feuerwehrhaus zu klein wurde. Bis zu einem möglichen Neubau des Gerätehauses blieb es bei punktuellen Umbauten; vorübergehend stellte das St.-Clemens-Haus geeignete Proberäume zur Verfügung, während die Fahrzeughalle des Feuerwehrhauses als gelegentlicher Ausweichort diente.

Alfons Zocha prägte den Musikzug fast 13 Jahre lang bis zum Herbst 1994. Neben der musikalischen Leitung widmete er sich besonders der Nachwuchsförderung, mit einem Schwerpunkt auf dem Trompetenregister. Aus gesundheitlichen Gründen und mit Vollendung seines 60. Lebensjahres übergab er schließlich den Dirigentenstab in jüngere Hände, hinterließ jedoch eine deutlich gefestigte musikalische Basis und eine vergrößerte, gut ausgebildete Musikergruppe.

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Sammeln und Antreten beim Schützenkönigspaar Ludwig (1. Vorsitzender) und Margret Stahl in 1982.
Zeitungsartikel zum Jahreskonzert.
Schützenfest Lenhausen 1986.
90 Jahre Musikzug Drolshagen. Frühjahrskonzert 1987 im St. Clemens Haus.
Turmblasen zum zweiten Drolshagener Weihnachtsmarkt in 1988. Der Musikzug hat in diesem Jahr zum ersten Mal seinen eigenen Stand, der bis heute anhält.
Die aktiven Mitglieder des Musikzuges im Jahr 1990.
Dräulzer Altweiber 1990.
Dräulzer Altweiber 1990.
Dräulzer Altweiber 1990.
Dräulzer Altweiber 1990.

1995–2005 Neuaufbau und Jugendarbeit unter Michael Drucks

Mit Michael Drucks als neuem Stabführer des Musikzuges konnte der Vorstand einen fachkundigen und engagierten Militärmusiker finden, der dem Vereinsgeschehen viele neue und nötige Impulse verleihen sollte. Bei dem zwangsläufig anstehenden Generationswechsel unter den Mitgliedern galt es, zu Geschlossenheit und beständiger Leistung zu motivieren. Der Neuaufbau des Blasorchesters mit der Integration junger Leute und die positive Entwicklung in den Folgejahren trägt die Handschrift des Vollblutblasmusikers Michael Drucks.

Ein erster großer Höhepunkt war das 100-jährige Jubiläum der Feuerwehr Drolshagen im Mai 1996, verbunden mit dem Kreisfeuerwehrtreffen. Für den „Großen Zapfenstreich“ musste Drucks eine große Ehrenformation aus Musikern, Spielleuten, Fackelträgern und Fahnentrupp koordinieren – eine logistische und musikalische Herausforderung, die er mit Geduld und klarer Führung meisterte. Das feierliche Zeremoniell am Marktplatz wurde zu einem eindrucksvollen Erlebnis für die Bevölkerung.

Ein Meilenstein seiner Amtszeit war die Gründung des Jugendorchesters. Bereits 1996 begann die intensive Nachwuchswerbung, und schon bald trafen sich die ersten Jugendlichen regelmäßig im DRK-Haus zur Übungsstunde. Parallel dazu wurde auch das große Orchester ins DRK-Schulungszentrum verlegt, da die Räume im St.-Clemens-Haus häufig belegt waren. Die Jugendarbeit entwickelte sich schnell zu einem festen Bestandteil des Vereins.

Die Jahre 1997 und 1998 standen im Zeichen des bevorstehenden 100-jährigen Jubiläums des Musikzuges. Die Nachwuchsarbeit wurde verstärkt, Benefizkonzerte – etwa das Frühjahrskonzert in Belmicke – zeigten die soziale Verantwortung des Vereins, und zahlreiche Auftritte stärkten die musikalische Präsenz. Eine besondere Reise führte den Musikzug 1997 in die Partnergemeinde Helmsdorf/Thüringen, wo man beim traditionellen „Männerkirmes“-Fest mitwirkte und neue Freundschaften knüpfte.

1997 fand das 1. Drolshagener Blasmusikfestival statt – ein großer Erfolg, der die Zusammenarbeit der örtlichen Musikvereine stärkte und die Nachwuchsarbeit förderte.

1998 folgte das dreitägige Jubiläumsfest zum 100-jährigen Bestehen des Musikzuges Drolshagen, unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Hilchenbach. Trotz kühlem Wetter wurde das Fest ein musikalischer Höhepunkt: Kommersabend gestaltet durch den Musikzug Iseringhausen unter der Leitung von Bernhard Reuber, Großer Zapfenstreich, Galakonzert der „Fanfare St. Cecilia“ aus Ubachsberg (NL), Auftritte des Jugendorchesters und ein Frühschoppen mit „Udo Seifert und seinen Original Mengsberger Schützenmusikanten“ prägten das Wochenende.

Am 17. Mai 1998 erhielt der Musikzug eine besondere Auszeichnung: die PRO MUSICA-Plakette, die im Auftrag des Bundespräsidenten an Vereine verliehen wurde, die über mehr als 100 Jahre hinweg die Tradition des instrumentalen Musizierens gepflegt hatten. Eine Delegation aus Drolshagen reiste dafür nach Aachen, wo die feierliche Übergabe im Kongresszentrum stattfand. Zur Abordnung gehörten neben dem Musikzug Vorstand auch Bürgermeister Theo Hilchenbach, Kreisbrandmeister Ludwig Sondermann, Stadtbrandmeister Paul Gerhard Hofacker sowie weitere Musiker mit ihren Partnerinnen. In ihren Grußworten würdigten Staatssekretär Baedecker und Aachens Bürgermeisterin Ortstein die kontinuierliche ehrenamtliche Arbeit der Laienmusikvereine, die Menschen aus allen gesellschaftlichen Bereichen musikalische Heimat, persönliche Entfaltung und soziale Anbindung ermöglichten

Auch nach dem Jubiläum setzte Drucks seine Arbeit mit klarer Linie fort. Die Jahre 1999 und 2000 waren geprägt von einer hohen Zahl an Auftritten, intensiver Probenarbeit und dem weiteren Ausbau des Jugendorchesters. Das Jugendorchester entwickelte sich zu einem eigenständigen Klangkörper, der eigene Auftritte übernahm – etwa in Seniorenheimen, bei Martinszügen oder Adventskonzerten. Probenwochenenden und intensive Ausbildung führten zu spürbaren Fortschritten.

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Michael Drucks und Alfons Zocha bei der Jahresdienstbesprechung 1996.
Festzug zum Kreisfeuerwehrtreffen in Drolshagen am 18. Mai 1996.
Festzug zum Kreisfeuerwehrtreffen in Drolshagen am 18. Mai 1996.
1996 Die neue Nachwuchsgruppe trifft sich zum Üben im DRK-Heim.
1997 Beim Frühschoppenkonzert in der Dorfhalle auf der Männerkirmes in Helmsdorf.
1997 Männerkirmes Helmsdorf: Eine Einlage unserer Dixie-Band. Von li. Martin Meinerzhagen, Michael Stahl, Ulrich Siewer, Michael Wolniczak, Andreas Müller, Peter Strugalla.
1997 Männerkirmes Helmsdorf: Konzertdarbietungen auf der Musikbühne vor dem Gasthof "Zum Deutschen Kaiser" in Helmsdorf.
Der Musikzug Drolshagen im Jubiläumsjahr 1998.
1998 100-jähriges Jubiläum: Der Musikzug Iseringhausen eröffnet die Feier mit einem festlichen Marsch.
Auch der MGV Liedertafel gratuliert mit gekonnten Liedbeiträgen zum Jubiläum.
Zahlreiche Gratulanten kann der 1. Vorsitzende Walter Meinerzhagen beim Festkommers begrüßen.
Die verdienstvollen, langjährigen Musikzugmitglieder der Ehrenabteilung im Jubiläumsjahr 1998. Hinten v.l.: Reinhold Daum, Viktor Harnischmacher, Franz Schürmann, Winfried Stahl. Vorne v.l.: Ludwig Stahl, Tonis Kamp, Werner Krämer.
Urkunde und PRO Musica Plakette.
Die Delegation aus Drolshagen mit Bürgermeister Hilchenbach im Aachener Eurogress nach dem Festprogramm am 17. Mai 1998.
Letzte Einstimmprobe vor dem Frühjahrskonzert 2000.
Antreten beim Wegeringhauser Schützenfest vor der Dorfschänke im Mai 2000.
Der Musikzug in gleichem Schritt und Tritt beim Kreisfeuerwehrtreffen 2000 in Lennestadt-Elspe.
Schützenfest Berlinghausen im Jahr 2000. Nach links eingeschwenkt zum Einmarsch des Königspaares mit Hofstaat ins Festzelt.
Zweites Blasmusikfestival 2000 Musikzug Drolshagen beim Einmarsch am Marktplatz.
Beim Besuch der Krombacher Brauerei Anfang Januar 2000.
Anfang 2001. Noch 3 Monate bis zur Einweihung Ende März.
Der Musikzug bei der Einweihung und Übergabe des neuen Feuerwehrhauses.
Jahreskonzert am 30. September 2001 in St Clemens Haus.
2004: Seit Jahren einer der 1. Auftritte im neuen Jahr, Einmarsch und Konzert beim Schützenball in St. Clemens Haus. Leitung: Harald Sandmann.
2004: Zum ersten Mal Schützenfest Beckum; Abmarsch an der Schützenhalle zum Abholen des Königs.
Drittes Blasmusikfestival 2004.

2005–2010 Ausbau der Jugendarbeit, Kooperationen und Stabilisierung durch Harald Thranberend

Mit Harald Thranberend begann 2005 eine Phase der Stabilisierung und des systematischen Ausbaus der Nachwuchsarbeit. Er übernahm den Musikzug in einer Zeit, in der die Grundlagen durch Michael Drucks bereits gelegt waren: ein spielfähiges Jugendorchester, ein stabiler Mitgliederstamm und ein musikalisch ambitioniertes Hauptorchester. Harald Thranberend knüpfte daran an, setzte aber eigene Akzente, die den Verein nachhaltig prägten.

Ein zentraler Schwerpunkt seiner Arbeit war die professionelle Ausbildung junger Musiker. Unter seiner Leitung wurde die Vorbereitung auf die D-Lehrgänge des Volksmusikerbundes intensiviert. Viele Jugendliche absolvierten in dieser Zeit ihre ersten musikalischen Prüfungen, was nicht nur die Qualität des Orchesters steigerte, sondern auch die Bindung der jungen Musiker an den Verein stärkte. Thranberend verstand es, die Jugendlichen strukturiert an das große Orchester heranzuführen und ihnen musikalische Verantwortung zu übertragen.

Besonders prägend war seine Rolle im Gemeinschaftsjugendorchester IUVENTA MUSICA, das gemeinsam mit Wegeringhausen betrieben wurde. Diese Kooperation war ein Meilenstein für die Nachwuchsarbeit im Stadtgebiet, welches Harald Thranberend neben dem Musikzug leitete.

Neben der intensiven Jugendarbeit prägten auch mehrere musikalische Höhepunkte seine Amtszeit. Das Herbstkonzert 2006 erhielt unter Thranberends Leitung neue Impulse. Als das St.-Clemens-Haus wegen Renovierungsarbeiten nicht zur Verfügung stand, wurde die große Fahrzeughalle des Feuerwehrhauses kurzerhand zum Konzertsaal umfunktioniert.

Mit Tarnnetzen der Bundeswehr für eine bessere Akustik und einer improvisierten Bühne entstand ein ungewöhnlicher, aber stimmungsvoller Rahmen, der vom Publikum begeistert angenommen wurde.

Ein weiterer Höhepunkt war die Reise zur Partnergemeinde Joure (NL) im September 2009. Gemeinsam mit der Feuerwehr und dem Musikverein Wegeringhausen feierte der Musikzug dort das 40-jährige Partnerschaftsjubiläum. Die Tage waren geprägt von viel Musik, guter Unterhaltung und herzlicher Verbundenheit.

Nach dem Beckumer Schützenfest im Juli 2010 sagte der Musikzug die Teilnahme an einem Benefizkonzert des Musikvereins Beckum für Ende des Jahres zu, das den Umbau der dortigen Schützenhalle unterstützen sollte. Die Veranstaltung fand in Volkringhausen statt und wurde trotz widriger Umstände zu einem besonderen Erlebnis: Starker Schneefall verwandelte die nächtliche Rückfahrt über die Sauerländer Höhen in eine rutschige und zeitraubende Angelegenheit. Doch mit ausreichend flüssiger Verpflegung an Bord und guter Stimmung erreichten die Musiker sicher und gelassen Drolshagen.

Zu Beginn der 2010er Jahre machte sich im Musikzug ein deutlicher Generationswechsel bemerkbar. Die jüngeren Mitglieder drängten darauf, gewohnte Abläufe zu hinterfragen und neue musikalische Wege zu gehen. In diesem Zusammenhang entstanden Gespräche zwischen Vorstand und Stabführer Harald Thranberend über einen möglichen Dirigentenwechsel ab 2011.

Thranberend, der weiterhin die vereinsinterne Ausbildung der Anfänger sowie die Leitung des Vororchesters und von Iuventa Musica übernehmen soll, hat den Musikzug über viele Jahre mit großer Geduld und Verlässlichkeit geprägt. Seine Arbeit war gekennzeichnet durch ein bescheidenes Auftreten, aber hohe Ausdauer und Einsatzbereitschaft. Dazu zählten insbesondere zahlreiche Fahrten von seinem Wohnort Dortmund nach Drolshagen zu Proben und Auftritten, die Beschaffung von Instrumenten sowie das Arrangieren von Noten für die Nachwuchsmusiker.

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Gruppenbild des Musikzuges vor dem Herbstkonzert 2006.
Das Jugendorchester "IUVENTA MUSICA" zeigt beim Herbstkonzert 2006 sein Können.
Blasmusik zur Früschoppenunterhaltung der Besucher beim Marktplatzfest am 22. Aug. 2007.
Beim Platzkonzert auf einem Marktplatz in Joure am 12. September 2009.
Blasmusik-Festival 2010: Mit Marschmusik unter Stabführer Harald Thranberend geht es Richtung Marktplatz zum Treffpunkt Musikbühne.
Jugendorchester IUVENTA MUSICA beim 5. Blasmusik-Festival.

2011–2026 Musikalische Weiterentwicklung, Modernisierung und neue Konzertformate unter Jan Schröter

Mit Jan Schröter gewann der Vorstand unter dem 1. Vorsitzenden Ralf Clemens Anfang 2011 einen jungen, hervorragend ausgebildeten Militärmusiker für den Dirigentenstab des Musikzuges. Seine musikalische Laufbahn über die Seemannskapelle Hillmicke, verschiedene Projektorchester und seinen Beruf bildeten eine solide Grundlage für Schröters neue Aufgabe in Drolshagen. Schon im ersten Jahr setzte Schröter deutliche Akzente. Das Jahreskonzert 2011 im St.-Clemens-Haus überzeugte mit modernem Bühnenaufbau und frischer Präsentation. Ebenso legte er großen Wert auf ein professionelles Auftreten in der Marschmusik und bei Schützenfesten: Nach intensiven Marschproben führte er dauerhaft das Links- und Rechtsschwenken ein und entwickelte die Frühschoppenkonzerte mit anschließendem Thekenspiel weiter. Darüber hinaus etablierte er das Weihnachtsliederspielen am Nachmittag vor Heiligabend, das sich – neben dem traditionellen Weihnachtsmarktstand – schnell zu einem festen Bestandteil des Jahresprogramms entwickelte. >Für das Vereinsleben war der erneute Ausflug nach Helmsdorf zur Burschenkirmes ein voller Erfolg und wurde zu einem besonderen Highlight des Jahres 2011.

2012 folgten grundlegende organisatorische Neuerungen: wetterfeste Jacken wurden angeschafft, die weiblichen Mitglieder wurden erstmals mit Schirmmützen ausgestattet, und die Egerlandbesetzung wurde neu geordnet. Gleichzeitig wuchs das Hauptorchester durch den erfolgreichen Übergang von zehn Jugendlichen aus dem Nachwuchsorchester auf rund 45 Mitglieder.

In der Jugendarbeit ergaben sich Anfang 2014 wichtige Veränderungen: Die Kooperation mit Wegeringhausen endete, das Vororchester wurde integriert, und Schröter übernahm zusätzlich die Leitung von Iuventa Musica.

Ein musikalischer Höhepunkt war das Kirchenkonzert am 30. März 2014, bei dem der Musikzug gemeinsam mit dem Chor an St. Clemens die Missa Brevis von Jacob de Haan aufführte – ein beeindruckendes Projekt mit rund 100 Mitwirkenden und über 400 Zuhörern. Im Herbst 2014 folgte Harry Vorselen, künstlerischer Leiter der JungenBläserPhilharmonie NRW, der Einladung von Jan Schröter, den Musikzug mit einem Probenwochenende auf das anstehende Jahreskonzert vorzubereiten. >Das Programm wurde als „melodischer Streifzug rund um den Globus“ gestaltet und zeigte die wachsende musikalische Bandbreite des Orchesters und einzelner Solisten.

2015 wirkte der Musikzug beim Jubiläumskonzert des MGV Liedertafel Drolshagen mit, der auf 150 Jahre Vereinsgeschichte zurückblickte. Anfang Februar 2016 waren die Feuerwehrmusiker zum 40. Mal beim Weiberfastnachtsumzug dabei. Neben den Schützenfesten in Wegeringhausen, Drolshagen und Beckum standen Dienstmusiken für die Feuerwehr an, etwa zum Florianstag, zum Treffen der Ehrenabteilungen des Kreises Olpe und zum Kreisfeuerwehrtag in Ennest. Da das turnusmäßig geplante Blasmusikfestival verschoben wurde, nutzte der Musikzug die Gelegenheit zu einem gemeinsamen Wochenendausflug an die Lahn mit Besuchen in Weilburg und Limburg. Der Ausflug stärkte Gemeinschaft und Motivation und bot neben Kultur auch gesellige Programmpunkte wie das Grillen auf einem BBQ-Donut auf der Lahn. Zum Jahresabschluss in 2016 präsentierte der Musikzug im November das Konzert „Vorhang auf und Film ab!“. Mit Musical- und Filmmelodien, Lichteffekten und Bilderstrecken traf das Programm den Geschmack des großen Publikums. >Aus der langjährigen Verbindung zum Musikverein Beckum entstand in 2017 die Idee eines Gemeinschaftskonzerts mit dem Titel „Von Freund zu Freund“. Über 100 Musikerinnen und Musiker beider Vereine gestalteten zwei große Konzerte in Drolshagen und Beckum.

Im Frühjahr 2018 stellte sich der Musikzug einer besonderen musikalischen Herausforderung. Zur Vorbereitung auf das Wertungsspiel beim Landesmusikfest des Volksmusikerbundes NRW in Schmallenberg fand ein Probenwochenende erneut mit Harry Vorselen statt. Am 28. April trat der Musikzug in der Mittelstufe mit dem Pflichtstück „Pompeji“ von Mario Bürki und dem Selbstwahlstück „Oregon“ von Jacob de Haan an. Das Orchester erreichte das Prädikat „mit sehr gutem Erfolg“. Die Jury würdigte die Leistung und gab zugleich hilfreiche Hinweise für Dynamik, Stimmung und die weitere Orchesterarbeit.

Im selben Jahr wurde das neue Jugendorchester „Große(r) Terz“ gegründet, ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Musikzug Iseringhausen. Jan Schröter gab die Leitung nun in jüngere Hände weiter. Ein weiterer musikalischer Höhepunkt war das Kirchenkonzert am 30. November 2018. Neben instrumentalen Werken standen auch Gesang auf dem Programm. Die Wendener Sängerin Franziska Scherer und der Kirchenmusiker und Chorleiter Thomas Bröcher bereicherten das Konzert mit solistischen Beiträgen.

2019 begann mit einem Wechsel in der Vorstandsriege, Peter Hebbecker löste Ralf Clemens als 1. Vorsitzenden ab. Im zweiten Maiwochenende feierte der Musikzug ein besonderes Jubiläum: Seit 25 Jahren war er ununterbrochen Festmusik in Wegeringhausen. Die Schützen bedankten sich mit einem gravierten Stehtisch für die langjährige Zusammenarbeit. Das Jahreskonzert „The Island of Rock“ am 19.11.2019, erstmals in der Vier-Jahreszeiten-Halle, verband Rockklassiker, Pop-Titel, Soul- und Funk-Medleys sowie sinfonische Musik zu einem abwechslungsreichen und mitreißenden Konzertabend. Soundeffekte, aufwendige Lichttechnik und eine moderne Bühnenpräsentation verliehen dem Programm eine besondere Atmosphäre und machten den Abend zu einem eindrucksvollen Erlebnis. Als Höhepunkt blieb vor allem das Hauptwerk des Abends, „Island of Light“ von José Alberto Pina, in Erinnerung.

Auch die Jahre 2020 bis 2025 prägten die Zeit des Musikzuges. Anfang 2020 war es Jan Schröter mit der Egerlandbesetzung eine Herzensangelegenheit, ein Benefizkonzert Sternenlicht zugunsten des an ALS erkrankten Hillmicker Sängers und Saxophonisten Thorsten Voß auszurichten. Im Frühjahr 2020 brachte die Corona-Pandemie Vereinsleben zum Stillstand. Doch der Musikzug reagierte flexibel: Online-Proben, digitale Treffen und frühe Präsenzproben, natürlich mit Abstand und vorherigem Test, hielten die Gemeinschaft zusammen. Höhepunkte dieser Zeit waren das Open-Air-Erntefestkonzert 2020 und kreative Online-Formate wie das virtuelle Biertasting. Besonders die Egerländerbesetzung war in dieser Zeit viel bei diversen Auftritten gefragt.

2022 nahm das Vereinsleben wieder Fahrt auf. Als erster Höhepunkt des Jahres blieb die gemeinsame Probe mit dem Musikzug Wenden in schöner Erinnerung. Nach der Schützenfestsaison fand im September das erste Marktplatzkonzert des Musikzuges statt. Ein Probenwochenende mit Ausflug nach Köln zum Lasertag spielen mit gemütlichem Ausklang im Brauhaus bildete den Rahmen für das Konzert „Konzert verkehrt“ im November 2022, bei dem das Publikum und vor allem Kinder und Jugendliche im Orchester Platz nehmen durften, um ein Konzert aus der Perspektive der Musiker zu erleben.

Anfang 2023 übernahm Dirk Schulte nach den Neuwahlen den 1. Vorsitz des Musikzugs. Im Mai wurde das 100-jährige Jubiläum des Musikvereins und Schützenvereins Wegeringhausen gefeiert. In diesem Jahr fand das erste große Jahreskonzert nach Corona und gleichzeitig das nachgeholte 10-jährige Dirigentenjubiläum von Jan Schröter statt, erstmals in der Stadthalle Olpe. Unter dem Titel „Highlights aus dem letzten Dutzend“ präsentierte der Musikzug Lieblingsstücke vergangener Jahre und das Hauptwerk des Abends „Die Krone der Schöpfung“ von Udo Jürgens mit Sänger Bastian Wurm.

Im Jahr 2024 überraschte der Musikzug den Schützenverein Beckum mit einer Feuertonne zum 20-jährigen Festmusikjubiläum – ohne zu ahnen, dass die Beckumer dieselbe Idee hatten und ebenfalls eine Feuertonne vorbereitet hatten. Mit dem Kirchenkonzert in 2024 setzte der Musikzug neue Akzente. Im ersten Teil traten Ensembles und Solisten auf, im zweiten Teil das gesamte Orchester – erstmals gemeinsam mit der neuen Orgel der St.-Clemens-Pfarrkirche. Das Werk „Finale aus der Sinfonie Nr. 3 (Orgelsinfonie)“ von Camille Saint-Saens stellte das Orchester vor enorme musikalische Herausforderungen und wurde dennoch eindrucksvoll gemeistert.

2025 spielte der Musikzug zum letzten Mal seit 2019 das Schützenfest in Listerscheid, bevor im September das Freundschaftsspielen beim Kreismusikfest zum 75-jährigen Jubiläum der Seemannskapelle Hillmicke folgte. Gleichzeitig begannen die Vorbereitungen für das 130-jährige Jubiläum in 2026 sowie die Suche nach einer neuen musikalischen Leitung, da Jan Schröter nach 15 Jahren Dirigentschaft sein Amt weitergeben möchte.

In all diesen Jahren wurde deutlich, dass Jan Schröter weit mehr war als nur der musikalische Leiter. Durch sein großes Engagement, seine aktive Teilnahme am Vereinsleben und seinen Ideenreichtum für neue Projekte entwickelte sich der Musikzug unter seiner musikalischen Führung kontinuierlich weiter. Viele Impulse, die heute das Profil des Musikzuges prägen, gehen unmittelbar auf ihn zurück.

Bilder zu diesem Kapitel
2011: Fotoshooting an der Sekundarschule Drolshagen.
2011: Fotoshooting im Labyrinth.
2011: Mit dem Helmsdorfer Burschenkirmes-Verein geht es im Festzug durch den Ort.
Herbstkonzert am 26. Nov. 2011 im St. Clemens Haus.
2012: Die Egerland-Besetzung des Musikzuges, wenn volkstümliche Musik angesagt ist.
23. März 2012 Zapfenstreich zur Verabschiedung von Paul-Gerhard Hofacker.
2014: Musikzug Drolshagen vor dem Feuerwehrhaus.
Der Musikzug der Feuerwehr und der Chor an St. Clemens im Zusammenspiel bei der Missa Brevis am 30.3.2014.
2014: Probenwochenende mit Gast-Dirigent Harry Vorselen.
Konzert am 29. November 2014.
Einstimmung auf die Adventszeit mit einem Kirchenkonzert in St. Clemens am 29.11.2015.
2016: Ausflug nach Limburg an die Lahn. Bierüberreichung bei einer Grill-Donat-Fahrt zwischen Jan Schröter und Hartwig Harnischmacher.
Gesamtspiel beim Gemeinschaftskonzert „Von Freund zu Freund“ mit Musikverein Beckum in 2017.
Der Musikzug Drolshagen beim Wertungsspiel in Schmallenberg 2018.
Egerlandbesetzung 2019.
2019: Gruppenbild Probenwochenende.
25.01.2020: Benefizkonzert für Thorsten Voß.
2021: Auftritt der Egerländer bei Biobauer Peter in Bünghausen.
2021: Auftritt der Egerländer bei Biobauer Peter in Bünghausen.
2021: Ständchen zum 50-jährigen Musikzug-Jubiläum von Hartwig Harnischmacher.
2022: Gemeinschaftsprobe mit dem Musikzug Wenden, hier unter der Leitung von Ewald Metzger.
Marktplatzkonzert 2022.
2022: Probenwochenende mit Ausflug nach Köln zum Lasertag-Spielen und anschließendem Ausklang im Brauhaus.
2022: Konzert Verkehrt im St. Clemens-Haus.
2023: Jubiläum Musikverein und Schützenverein Wegeringhausen. Auf der Bühne und nach getaner Arbeit.
2023: Jubiläum Musikverein und Schützenverein Wegeringhausen. Auf der Bühne und nach getaner Arbeit.
Thekenspiel beim Frühschoppen zum Schützenfest in Listerscheid 2023.
2023: Probenwochenende in der Sekundarschule Drolshagen mit den Gastsängern Bastian Wurm und Franziska Scherer.
2023: Konzert „Highlights“, erstmalig in der Stadthalle Olpe.
20 Jahre Festmusik in Beckum – die Feuertonnen-Übergabe und Einweihung kurz darauf.
20 Jahre Festmusik in Beckum – die Feuertonnen-Übergabe und Einweihung kurz darauf.
Probe für Kirchenkonzert 2024.
Kirchenkonzert 2024.
Werbung für das anstehende Musikfest auf dem Schützenfest Beckum 2025.
Festzug Schützenfest Wegeringhausen.

130 Jahre Ein Stück Drolshagener Identität – Feuer und Flamme für 130 Jahre Musik

Heute ist der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Drolshagen aus dem kulturellen Leben unserer Stadt und weit über deren Grenzen hinaus nicht mehr wegzudenken. Ob bei Feuerwehrereignissen, Schützenfesten, Prozessionen, Konzerten oder anderen Veranstaltungen – seine Musik begleitet seit 130 Jahren unzählige Anlässe und ist für viele Menschen mit persönlichen Erinnerungen verbunden.

130 Jahre Musikzug bedeuten weit mehr als eine beeindruckende Zeitspanne. Sie stehen für verlässliche Musiker, die über Generationen hinweg Verantwortung übernommen haben, und für eine engagierte Vorstandsarbeit, die den Verein durch Höhen und Tiefen geführt hat. In dieser langen Geschichte gab es Krisen, Herausforderungen und Umbrüche, die nur durch Zusammenhalt, Vertrauen und gemeinsames Handeln überwunden werden konnten.

Gerade diese Mischung aus Tradition, Beständigkeit und gelebter Gemeinschaft macht den Musikzug bis heute zu einem festen Bestandteil der Drolshagener Identität. Und sie ist zugleich die Grundlage dafür, dass wir mit derselben Leidenschaft und Verlässlichkeit auf die nächsten 130 Jahre hinarbeiten können.

Das anstehende Musikfest ist deshalb ein besonderer Anlass, diese Geschichte nicht nur zu feiern, sondern auch zu würdigen – gemeinsam, als Musikzug, als Feuerwehr und als Stadtgemeinschaft.


Die Kapellmeister und Dirigenten

1896–1905 Mathias Wintersohl seit Gründung, Josef Schmidt seit 1896/97 – „Schmidt’sche Kapelle“
1906–1919 Konrad Kick – „Kick’sche Kapelle“
1920–1939 Josef Kick – „Kick’sche Kapelle“
Josef Kick mit seinem Vater Konrad um 1918
1949–1951 Fritz Simon
1952–1953 Josef Kick
1954 Franz Huckschlag
1955–1967 Karl Knepper
Karl Knepper
1968–1981 Fritz Kubeil
Fritz Kubeil
1982–1994 Alfons Zocha
Alfons Zocha
1995–2002 Michael Drucks
Michael Drucks
2003–2004 Harald Sandmann
2005–2010 Harald Thranberend
Harald Thranberend
2011–2026 Jan Schröter
Jan Schröter

Die Musikzugführer und 1. Vorsitzenden

1949–1958 Heinrich Alterauge und Paul Meinerzhagen
1959–1974 Ludwig Stahl
1975–1988 Walter Meinerzhagen
1989–1992 Martin Müller
1993–1994 Karl-Heinz Krämer
1995–2002 Walter Meinerzhagen
2003–2006 Hartwig Harnischmacher
2007–2008 Andreas Müller
2009–2018 Ralf Clemens
2019–2022 Peter Hebbecker
Seit 2023 Dirk Schulte
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